Verstopfung

verstopfung
Verstopfung ist ein Begriff, der eigentlich für harten, trockenen und trägen Stuhlgang verwendet werden sollte. Es kann auch zu Schmerzen beim Stuhlgang kommen, muss es aber nicht. Mit Verstopfung wird manchmal auch eine Darmneurose oder Stuhlfixierung bezeichnet, bei der der Betroffene an der Vorstellung festhält, dass der Stuhlgang wie ein Wecker regelmäßig alle 24 Stunden „losgehen“ muss.

Wenn man jedoch einen Moment nachdenkt, wird man feststellen, dass das Signal zum Trinken der Durst ist, das Signal zum Urinieren eine volle Blase und das Signal zum Aufsuchen der Toilette, wenn der Stuhlgang voll ist. Dann, und nur dann, sollte der Darm entleert werden. Daraus folgt auch, dass die Menge der übrig gebliebenen Nahrung in hohem Maße davon abhängt, was man gegessen hat; manche Nahrungsmittel sind „schneckenreich“, von anderen bleibt sehr wenig übrig. Daher speichert der Darm Nahrungsreste in unterschiedlichem Maße, je nachdem, was gegessen wurde, sowohl quantitativ als auch qualitativ.

Je länger die Reste im Dickdarm verbleiben, desto trockener werden sie. Kleine Mengen von Schnecken lösen den Zersetzungsmechanismus nicht aus, und der Stuhl wird trockener. Die Lösung besteht also darin, die Menge der Essensreste zu erhöhen, wenn die Verstopfung (Darmstörung) große Probleme bereitet. Dies lässt sich am einfachsten durch den Verzehr natürlicher, unverarbeiteter Kleie in angemessenen Mengen erreichen.

Verstopfung und veränderte Stuhlgewohnheiten können auch auf eine Verstopfung des Dickdarms zurückzuführen sein. Krebs kann ebenso eine Ursache sein wie eine Hypothyreose (zu langsame Schilddrüsenfunktion). Bei Kindern tritt Verstopfung häufig als Widerstand gegen das Töpfchentraining im Alter von etwa zwei Jahren auf. Sehr selten kann ein angeborenes Fehlen von Nervenzellen im Dickdarm Verstopfung verursachen (Morbus Hirschsprung). Ein Klysma kann die Lösung für eine Verstopfung sein.